'self', 16.5.15

orig. Radierung auf Kupferdruckbütten,

Bildmaß ca. 25,2 x 30 cm, 2015


"Vielleicht kann man uns doch noch brauchen"

Das Schicksal meines Großvaters Walter Samstag im "Dritten Reich"

Mit einem Nachwort von Erik-Michael Bader

Meine Großeltern Elise Reger und Walter Samstag           Copyright: Beate Schaefer, 2014
Meine Großeltern Elise Reger und Walter Samstag Copyright: Beate Schaefer, 2014

Elise und Walter. Ein Liebespaar. Ein Elternpaar. Kein Ehepaar und ohne bürgerliche Moral. Für den Aufbau des "tausendjährigen Reichs" waren die Prostituierte und ihr Zuhälter nach Meinung der Faschisten unbrauchbar, und das von den Nazis bevorzugte Wort für Menschen wie sie war "asozial".

Mein Großvater trug als "polizeilich Sicherungsverwahrter" im KZ Dachau den grünen Winkel der "Berufsverbrecher. Und während der NS-Staat im Krieg zum größten Zuhälter wurde, brachte er meinen Großvater 1942 für dieselbe Betätigung in der Tötungsanstalt Hartheim um.

Das Schweigen meiner Eltern war das große Schweigen der Fünfziger- und Sechzigerjahre, in denen der Satz zum Standard gehörte, Leute wie mein Großvater seien völlig zu Recht im KZ gewesen, denn es waren ja "schlechte Menschen", deren Nachkommen sich für sie schämen mussten. Über "diese Leute" sprach man nicht, und "diese Leute" waren viele.

Bis heute erfährt die große Opfergruppe der so genannten Asozialen und Berufsverbrecher keine öffentliche Anerkennung.

Damit sich dies in Zukunft vielleicht ändert, erzähle ich nun Walters Geschichte.

 

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Via Appia

Eine Reise auf den Spuren des Horaz im Jahre 2002

Aquaeduct in der römischen Campagna, (c) Schaefer
Aquaeduct in der römischen Campagna, (c) Schaefer

 

+++ Beim Aufräumen meines alten Laptops habe ich einen schönen Artikel über die Via Appia antica gefunden, der zu schade ist, um auf der Festplatte vor sich hin zu dämmern. Von Rom aus bin ich 2002 zu Fuß, mit dem Bus, und größere Strecken mit dem Zug, auf den Spuren des Horaz und seiner Fünften Satire der Via Appia antica nach Tarent gefolgt. Damals stand ich noch ganz unter dem Eindruck meiner Recherchen für das "Orakel von Cumae" und die "Bacchantische Nacht". In beiden Büchern spielt das Drama zwischen Antonius und Octavian - dem späteren Kaiser Augustus - eine große Rolle, und schließlich war ja auch Horaz im Jahre 37 v. Chr. in diplomatischer Mission wegen dieses Konflikts auf der Appia unterwegs ... Die kleine Bildergalerie am Schluss des Artikels werde ich ergänzen, wenn es mir gelingt, die übrigen Fotos irgendwo auszugraben. +++

 

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